Sonntag, September 03, 2017

RPG-Blog-O-Quest September 2017 - Charaktere

Die Septemberqueste 2017 steht unter dem Titel Charaktere und wird von Timberwere ausgerichtet.

1. Nach welchen Gesichtspunkten und aufgrund welcher Inspirationen baust du deine Charaktere? Mittlerweile würfele ich entweder 3w6 in Reihenfolge und wähle die übrigen systemrelevanten Werte, um merkwürdige Figuren zu schaffen oder ich setze merkwürdige Klischees zusammen und verteile Würfel unter den Klischees.
Über die Inspiration dabei zu schreiben, d.h., den stream of consciousness zu dokumentieren oder ausgewählt davon zu erzählen, halte ich an dieser Stelle für zu aufwendig. Ich kann viele der Assoziationen und Entscheidungen rekonstruieren und erklären. Das scheint mir für ein Teegespräch geeignet.
2. Was fällt dir am Leichtesten bzw. am Schwersten beim Charakterbau und warum? Ermüdend ist das Lesen vielseitiger Listen mit Fertigkeiten, Spezialfähigkeiten usw. beim Charakterbau. Systeme, die das mit sich bringen, finde ich  daher eher langweilig. Am Ende stelle ich dann fest, dass das Versprechen "Spiel was Du willst!" (oder so) tatsächlich ein Hinweis darauf ist, dass ich ein anderes Spiel spielen sollte.
3. Recycelst du gelegentlich Charaktere, die du in einer früheren Runde schon einmal gespielt hast, für neue Runden und warum oder warum nicht? Ja. Meistens Nichtspielerfiguren. Weil die Entwicklung interessanter Spielfiguren zeitaufwendig ist und mehrere Spielrunden dauert. We want to meet the cool characters, again, and again, and again.
4. Wie stehst du zum Charaktertod? Darf dein Charakter sterben bzw. unter welchen Umständen? Gehört dazu. In der Regel, wenn die Trefferpunkte auf 0 fallen.
5. Was bedeutet Charakterentwicklung für dich? Als Spieler mit der Figur im Verlauf einer Spielserie andere Entscheidungen treffen und die Handlungsoptionen erweitern.
Die Bonusfrage beantworte ich mal nicht.

Kommentare:

timberwere hat gesagt…

Wenn du sagst, du würfelst 3W6 in Reihenfolge, um merkwürdige Figuren zu schaffen, meinst du mit 'merkwürdig' dann 'denkwürdig' oder 'außergewöhnlich' oder 'seltsam' oder etwas ganz anderes?
Und verwendest du diese 3W6-Methode auch in Systemen, in denen eigentlich qua Regeln gar keine 3W6 verteilt werden, und wenn ja, wie interpretierst du dann die Würfelergebnisse auf diese anderen Systeme? Wie übersetzt du die Ergebnisse in das, was das System eigentlich verlangt?
Oder bezieht sich das vornehmlich auf Systeme, in denen eine bestimmte Anzahl von Punkten zwischen 3 und 18 vergeben wird, und gar nicht auf andere, die einen anderen Ansatz verfolgen?

Was den Stream of Consciousness angeht, ist das ja vielleicht mal einen eigenen Blog-Beitrag wert. Zumindest ich fände das jedenfalls sehr interessant. :)

Alexander-Lars Dallmann hat gesagt…

Ich meine merkwürdig - bemerkenswert, was subjektiv bewertet wird. Daher: Figuren, die ich merkwürdig finde. An nicht-merkwürdige Dinge erinnere ich leider auch zu gut, so dass ich zumindestens bei der Charaktergenerierung nur die Merkwürdigen will.

3w6 in Reihenfolge verwende ich für Basic Fantasy. Das Klischeerspinnen für Risus. Die 3w6-Methode ist eine Beschränkung, die den Prozess erleichtert. Mir missfällt das langwierige Auswählen und Abwägen. Ein paar Ausrüstungsgegenstände, Secondary Skills und dann spielen. Die Charakterentwicklung und alle Details kommen im Spiel dazu.
Das Verteilen von Würfeln bei w6-Systemen (Star Wars WEG, Risus usw.) geht auch schnell, zumal dort Templates verwendet und angepasst werden können.
Das einzige System, bei dem ich den relativ langwierigen Prozess der Charaktererstellung mag, ist DC Heroes bzw. Blood of Heroes.

Den Stream of Consciousness wird es nicht als Blogbeitrag geben. Ich schrieb ja schon, dass ich die Dokumentastion als Text zu aufwendig finde. Vielleicht nehme ich mal ein Video dazu auf, oder man macht es im Rahmen eines Podcasts.