Sonntag, August 19, 2012

Vom Sammeln, Spielen und Ausmisten

Als ich Swords&Wizardry und andere Retroklone entdeckte, war ich insofern zufrieden, als dass ich ein Regelbuch fand, das mich sowohl vom System, als auch von der Aufmachung ansprach. Ich wußte, dass ich neben den S&W Core Rules und Charakterdatenblättern nichts weiter brauchen würde, das ich nicht selbst erstellen könnte (Abenteuer und Dungeons.)
Im Internet bieten jedoch so viele Spieler freie Spielhilfen, Abenteuer, Karten, Hausregeln usw. an, dass die Lesewut entbrennen kann (FATE Aspekt Kann die Finger nicht von interessanten Büchern lassen.)
Da gibt es freies OpenD6-Material, Unmengen Zeug für d20, Retroklone aller Art, Abenteuer zuhauf, unzählige Blogartikel zu sämtlichen Bereichen des Spiels, Foren mit endlosen und wiederkehrenden Diskussionen. Ein großes Schlaraffenland für Rollenspielfreunde. In Foren werden Anekdoten aus dem Spiel erzählt, wird über Regeln gestritten und bei Fragen wird geholfen. Foren können viel Zeit beanspruchen, weshalb ich es tunlichst vermeide, mich in einem Rollenspielforum anzumelden. (Mit der Ausnahme des Forums auf rsp-blogs.de, um Artikel zu diskutieren. FATE Aspekt Eine Ausnahme gibt es immer) Gitarristenforen sind schon zeitraubend und höchst unbefriedigend. Ich bezweifle, dass es unter Rollenspielern anders ist. Man kann sich darin verlieren, ohne danach noch zum Spielen zu kommen. Das ist auf Dauer frustrierend. Keine Equipment- oder Regeldiskussion in Foren ist wichtiger als die eigene Musik zu spielen. (Nachtrag: Fairerweise muss ich nach einiger Forenlektüre eingestehen, dass es in Rollenspielerforen doch erheblich häufiger zu spielrelevanten Diskussionen kommt, als in sog. Musikerforen, in denen über Equipment diskutiert wird, nicht aber über die eigene Musik.)

Beim Erstellen der Linklisten für den Mad-Kyndalanth Blog stelle ich fest, dass ich zwar gerne auf die vielen Systeme und Spielvarianten verweise, aber mich immer wieder zurückrufen muss zu dem Spiel, das mich wirklich interessiert. Das Saga-System mit meinen Hausregeln, S&W Core Rules, Star Wars d6 (oder Mini Six) und seit kurzer Zeit FreeFATE. Abgesehen von letzterem bin ich mit den Systemen und verschiedenen möglichen Spielarten soweit vertraut, dass ich damit gerne Spiele leite. Alles andere ist teilweise unterhaltsame, teilweise anregende Schmökerlektüre. Ablenkung.

Dieses Zurückkehren zu meinen wesentlichen Interessen hilft mir, Übersicht zu behalten, die eigene Aufmerksamkeit zu leiten und mich nicht von allem Möglichen ablenken zu lassen.
Wie wichtig das ist, merke ich in vielen anderen Bereichen auch: z.B. beim Musik spielen und komponieren, beim Zeichnen, beim Schreiben, beim Studieren. Und für diesen Blog ist es ebenso wichtig. Ich will über meine Spielwelt Mad-Kyndalanth, narrative Improvisation, Komposition von Abenteuern und lose Notizen über Rollenspiel schreiben. D.h., die Spielmeistergespräche haben für mich eine höhere Priorität als die Artikel zu FATE hat mich ... o.a. Ich hatte beispielsweise eine Malmsturm-Rezension begonnen. Die werde ich auf unbestimmte Zeit verschieben, schon deshalb weil ich in der nächsten Zeit nicht zu einem Spieltest kommen werde. Das ist nicht schlimm, denn es gibt genügend andere Leute, die das schon rezensiert haben oder noch tun werden.

Auf zum Schreiben ...
Wer spielt eigentlich sonst noch mit dem Saga-System (Games-In Link)?

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