Mittwoch, August 01, 2012

FATE hat mich.

Würfelsuche

Ich kaufte mir gestern im lokalen Spieleladen ein Set FUDGE-Würfel. In dem Laden bin ich selten, ich betrat ihn, um nach diesen Würfeln zu suchen. Der Würfeltisch hatte Standard-Sets für D&D usw. sowie einzelne Würfel, die mich teilweise wegen ihrer schönen bunten Farben anlächelten. Ich nahm sie in die Hand, wählte die Schönsten aus - und legte sie wieder zurück. Nur die FUDGE-Würfel fand ich nicht. So blätterte ich wenigstens durch das dicke Dresden Files RPG-Buch, schlich an den DSA-Regalen vorbei und warf einen Blick auf die Shadowrun 4-Reihe. Nichts, was mich interessierte. Ein ganzes Regal mit Munchkin-Zeug machte mich stutzig. Den Namen hatte ich mal gehört und nun konnte ich ihn zuordnen. Merkwürdiges Zeug. Dann lief ich erneut zum Würfeltisch, um mir einen knallig-roten d20 für Saga zu kaufen und dann sah ich sie. FUDGE-Würfel. 4-er Sets für Malmsturm in schwarz und andere in bunt, sowie ein schlichtes in altbekanntem Würfelcreme. Letzteres erwarb ich, der rote d20 blieb dort.
Zuhause angekommen überflog ich die FUDGE-Regeln und die SRD von Diaspora und Spirit of the Century. Dann begann ich mit dem Schmökern der FATE 2.0-Regeln. (Stille Notiz für die Wunschliste: Dresden Files RPG.)

Was reizt mich an FATE?

Die Frage kann ich noch nicht ausreichend beantworten. Die Idee dieser seltsamen Würfel schreckte mich zunächst ab, dann war ich aber durch die Zehn Rollenspielbücher für die Insel-Geschichte an ein leises Interesse an FATE erinnert worden und so beschloss ich, nach den Würfeln zu suchen.

Was ich über das System und die Art des Spiels lese, finde ich nicht überraschend, aber gut. Seit dem ich das Saga-System zu verwenden begann, ließ ich den meisten Spielrunden eine starke Spielerbeteiligung in der Erzählung der Geschichte unabhängig von Würfelproben zu und manche Spieler nahmen gelegentlich diverse Nachteile für die eigene Spielfigur und die ihrer Mitspieler in Kauf, um zu einer unterhaltsamen Geschichte beizutragen. Oder sie spielten Vorteile aus, die sie ihrer Vorstellung der Figur nach nutzen konnten.
Aber - und das ist nun wesentlich - wir hatten dazu keine Regeln oder Richtlinien. Es war freies Geschichtenerzählen mit wenigen Würfelproben, wenn sie angebracht schienen. Das Saga-System erlaubt bzw. fordert sowieso eine Interpretation der Würfelergebnisse nach dem Qualitätsvergleich, weswegen dort schon einige Freiheiten gegeben waren. Spezielle Handicaps oder Vorteile banden wir durch selbstgeschriebene Karten (Kampfkarte, Zauberkarte, Allgemeine Handlungskarte, Handicap-Karte) ein, die während des Spiels eingesetzt werden konnten (oder mussten). Die Idee fand ich damals neu. Mittlerweile hab ich festgestellt, dass die Idee schon mindestens einmal um die Welt ging. Egal. Wird mit der geheimnisvollen neuronalen Vernetzung zu tun haben ...
Wo war ich? Fate. Fate bzw. Fudge bietet ein System, dass dieses aktive Geschichtenerzählen der Spieler unterstützt. (Falls ich das nach der Crash-Lektüre richtig verstanden habe.) Das reizt mich.

Wie mit allen neuen Spielsystem, werde ich wohl mal ein paar Figuren erstellen bzw. die merkwürdigen Sieben auf FATE übertragen. Wer weiß, wo mich das noch hinführt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

das malmsturm regelwerk gibt es im übrigen auch auf deutsch und kostenlos

lars_alexander hat gesagt…

Das entdeckte ich bereits und schon am Schmökern ... ;)

Vielen Dank für den Hinweis!