Mittwoch, Juli 04, 2007

Der Weg ins Abenteuer...


Wer hat nicht alles mit dem Schwarzen Auge angefangen wundersame Phantasiewelten zu erkunden... und manch finstere Dungeons...
Früher gab's diese spannende Fernsehwerbung davon und so manch einer hatte Bücher mit schönen Illustrationen und viele ulkige Würfel im Zimmer liegen...

Und irgendwann hab ich's mir dann auch gekauft. 25 Mark für die Box "Helden des Schwarzen Auges". Was ich da für Assoziationen mit hatte... Ich fand's dann zunächst stark enttäuschend, weil scheinbar ein Spieler garnicht mitspielen durfte, sondern das Spiel zu leiten hatte. Doof.
Aber wie sich später herausstellen sollte, habe ich dann ganz gerne die Aufgabe des Spielleiters übernommen. Denn unter uns gesagt: Wozu einen lächerlichen Helden spielen, wenn man der Erschaffer von Welten sein kann! :o)

Was das DSA-System betrifft bin ich nicht überzeugt. Von der Spielwelt Aventurien noch weniger. Hab die Bände nur aus Gründen der Nostalgie und zur Überprüfung der alten Assoziationen noch einmal gebraucht gekauft.

Für einen Artikel auf Mad-Kyndalanth hat's immerhin gereicht. :o)

Für Freunde des Schwarzen Auges gibt es
hier ein Forum
und
hier die offizielle DSA-Homepage!

Viel Spaß!

Old School: Dungeon Generator


Früher... als Fantasy-Rollenspiele noch normale Spiele waren, mit spielplanähnlichen Karten und Häusergrundrissen aus dem Legobaukasten, kurzum: bei D&D und ähnlichen Spielen gab es Dungeons (Labyrinthe), durch die die Spielfiguren huschten, um Schätze zu sammeln und Monster zu verprügeln. Die Dungeons waren sehr einfach aufgebaut.

Mitunter war es nur ein langer Gang mit vielen Türen, die zu verschiedenen Räumen führten. In Raum 1 war eine Monsterspinne, die eine Truhe mit einem magischen Kettenhemd und einem Weinvorrat bewachte. In Raum 2 gegenüber wohnten 3 Skelette, die sich die Zeit mit Kartenspielen vertrieben (Nein, momentmal. DAS war dann schon ADVANCED Dungeons&Dragons). Die 3 Skelette waren also in Raum 2 und verteidigten eine Zauberaxt und ein paar Heiltränke.
In Raum 3 wohnte eine Riesenschlange und bewachte einen Haufen Gold. In Raum 4 hauste eine Räuberbande. In Raum 5 ein paar Orks. Und hinter einer Geheimtür in Raum 6 ging es runter ins nächste Level...
Niemand fragte sich, wie diese merkwürdigen Bewohner diese seltsame WG wohl am Laufen hielten, wer den Abwasch machte und wer wen frass... Weibliche Wesen gab es auch keine und von den männlichen Monstern schien sich niemand an den Spinnweben der Monsterspinne aus Raum 1 zu stören, regte sich niemand über den Krach der Orks und die Sauforgien der Räuber auf... *

Alles in allem deutliche Anzeichen dafür, dass dieses Spiel von Studenten in Wohnheimanlagen gespielt wurde. Studenten, die in ihrer Phantasie Drachen jagten und sich furchtbar freuten, wenn sie der fiktiven Bardame kurz vor der obligatorischen Wirtshausschlägerei ihrer Alphamännchen-Conan-Krieger mit den Stadtwachen noch in den üppigen Ausschnitt blicken konnten und der Spielleiter dann einen -4 Angriffsmalus verordnete, weil sich die Krieger vor Erregung nicht mehr konzentrieren konnten.

Dass die Dungeons irgendwie (unbewußt) den tristen Wohnheimanlagen nachempfunden waren und die wahllos zusammengewürfelten Bewohner der Räumlichkeiten nicht weiter definiert wurden als die hiesigen WG-Mitbewohner: "Thomas, groß, der mit den Koteletten, bewacht: Videorekorder, Filmsammlung, Auqarium, Bier" dürfte auch nicht weiter verwundern.

Damit man sich nicht mehr die Mühe machen muss, solche Dungeons selbst zu entwerfen, gibt es z.B. den Dungeon Generator. Was dabei herauskommen kann, ist dem o.a. Mini-Dungeon zu entnehmen.

Dass es keinen Eingang noch einen Ausgang gibt, ist eher ein philosophisches Problem, da im originalen D&D die Aussenwelt sowieso keine Rolle gespielt hat. Also wie im Studentenwohnheim...

Hier klicken und ausprobieren.

* Für die Dungeon-Anekdote bedanke ich mich bei Danieel!